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Klima und Wetter in Afrika


Klima in Nordafrika

Nordafrika lässt sich in mehrere Klimazonen unterteilen. Dabei wird es in der Regel von Norden nach Süden hin immer wärmer, immer trockener und auch die Temperaturschwankungen nehmen zu.

Subtropisches Klima

An der Küste des Mittelmeeres herrscht subtropisches Klima. Warme, trockene Sommer mit durchschnittlichen Temperaturen von 23-26°C wechseln sich mit milden, feuchten Wintern ab, in denen im Mittel 10-18 Grad erreicht werden. In dieser Klimazone fallen im Westen 500-1.000 mm Regen jährlich. Nach Osten nehmen die Niederschlagsmengen deutlich ab: In Libyen sind es noch 250-600 mm, in Ägypten werden nur noch 100-200 mm gemessen.

Eine besondere Spielart des subtropischen Klimas besitzen die Kanaren. Wegen der kühlen Meeresströmungen liegen die jährlichen Durchschnittstemperaturen nur bei 22-23 Grad. Sie variieren im Jahresverlauf lediglich um sechs bis sieben Grad. Auf den flachen Inseln fällt nur wenig Niederschlag. Hingegen regnet sich der feuchte Nordost-Passat auf Inseln mit hohen Bergen an deren Nordhängen ab und sorgt hier für eine üppige Vegetation.

Alpines Klima

Die Gipfel der besonders hohen Berge auf Gran Canaria und Teneriffa besitzen alpines Klima mit oft geschlossener Schneedecke im Winter.

Winterfeuchtes Kontinentalklima

Im Atlasgebirge, das sich von Marokko bis nach Tunesien zieht, herrscht winterfeuchtes Kontinentalklima mit ausgeprägten jahreszeitlichen Temperaturschwankungen. Während im Januar durchschnittlich kaum der Gefrierpunkt überschritten wird, liegt die Temperatur im August im Mittel bei 30 Grad. Im Winter bildet sich in den Hochlagen oft eine geschlossene Schneedecke.

Die Trockenzeit im Sommer dauert länger als an der Küste. Die Niederschlagsmenge geht von 500-1.000 mm am Nordrand bis auf 200-250 mm an den Südabhängen zurück. Im ägyptischen Sinai-Gebirge herrschen zwar vergleichbare Temperaturverhältnisse. Es fällt aber kaum Niederschlag.

Wüstenklima

Die flächenmäßig größte Klimazone Nordafrikas bildet das Wüstenklima in der Sahara, der größten Wüste der Erde. Die Temperaturen variieren sowohl zwischen den Jahreszeiten als auch zwischen Tag und Nacht erheblich. Während der Sommermonate kann die Quecksilbersäule deutlich über 50 Grad erreichen, im Winter aber im Extremfall auch bis auf -10 Grad absinken. Das Temperaturen können im Verlauf eines Tages bis zu 30°C schwanken. Zum Glück macht die niedrige Luftfeuchtigkeit die Hitze erträglich.

Bei durchschnittlich 10-100 mm Niederschlag im Jahr ist es darüber hinaus extrem trocken. In manchen Gebieten fällt oft jahrelang kein Regen. Der Himmel über der Sahara ist fast immer wolkenlos und garantiert ganzjährig eine hohe Sonnenscheindauer. Im Sommer wehen hier oft heiße, staubbeladene Wüstenwinde.

Beste Reisezeit für Nordafrika

Um dem feuchten, kühlen und wolkenverhangenen Wetter im Winter zu entgehen, bereist man die Küstenregionen und das Atlasgebirge am besten zwischen April und Oktober. Dann herrscht sonniges und warmes Wetter. Das Mittelmeer lädt während dieser Zeit mit Temperaturen deutlich über 20 Grad zum Baden ein.

Für die Sahara gilt genau das Gegenteil. Wegen der brütenden Hitze sind die Sommermonate auf jeden Fall zu meiden. Es kommen nur die kühleren Monate zwischen Oktober und April infrage. Allerdings kann es in der Wüste im Winter nachts recht kühl werden. Als beste Monate empfehlen sich daher für die Sahara Oktober/November sowie März/April.

Ein Strandurlaub am Roten Meer ist ganzjährig möglich.

Auch die Kanaren laden zu jeder Jahreszeit zu einem Urlaub ein, sei es nun zum Skifahren, zum Baden oder für Wanderungen.


Westafrika Klima

Die Länder Westafrikas gehören drei Klimazonen an.

Im Norden, in der Sahara, herrscht Wüstenklima. Südlich davon schließt sich die tropisch-wechselfeuchte Sahelzone an. Im Süden und Südwesten breiten sich die immerfeuchten Tropen aus.

Wüstenklima

In der Sahara ist das Wetter das gesamte Jahr trocken und heiß. Hier ist es im Winter kälter und im Sommer wärmer als in den südlicheren Regionen Westafrikas. Ausserdem weist die Sahara größere Temperaturschwankungen im Jahres- und Tagesverlauf auf. Veränderungen von 30 Grad innerhalb eines Tages sind völlig normal.

Im Winter liegen die Temperaturen bei 10 bis 20°C, können nachts aber auch bis auf den Gefrierpunkt absinken.

Der Sommer ist von extremer Hitze geprägt. Das Thermometer steigt im Mittel auf 30-35 Grad. In der Spitze sind nicht selten auch 40 Grad und darüber möglich.

In der Wüste liegt der Jahresniederschlag nur bei 20 bis 250 mm. Er fällt überwiegend zwischen Juli und Oktober. Beträchtliche Abweichungen nach oben und unten sind jedes Jahr möglich.

Tropisch-wechselfeuchtes Klima

Die wechselfeuchte Sahelzone umfasst den Süden Mauretaniens, Malis und des Niger, Senegal, Burkina Faso und Gambia sowie den Norden der meisten Staaten am Atlantik.

Regenzeit

Regen ist auch im Sahel ein kostbares Gut. Seine Bewohner müssen sechs bis neun Monate jährlich auf Niederschlag warten. Die Länge der Regenzeit wie auch die Regenmenge nehmen von Norden nach Süden hin zu. Der Niederschlag fällt im Norden zwischen Mitte Juni und Mitte September, im Süden von Mai bis Oktober. Die Menge steigt von Norden nach Süden von 200 auf 1.000 mm.

kühle Trockenzeit

Die erste Hälfte der Trockenzeit von November bis Februar ist mit durchschnittlichen Temperaturen von 20 bis 25°C verhältnismäßig kühl.

heiße Trockenzeit

Wenn von Nordosten her der heiße, trockene und staubbeladene Wüstenwind "Harmattan" einsetzt, beginnt die sehr heiße Periode. Sie dauert von März bis Mai. Dann können tagsüber mehr als 40 Grad erreicht werden.

Mit Beginn der Regenzeit wird der Harmattan vom feuchten Südwest-Monsun abgelöst. Dann wird es auch wieder kühler. Ab Juli liegen die Temperaturen meist bei durchschnittlich 25 bis 30°C.

Tropisch-immerfeuchtes Klima

Der Süden und Südwesten Westafrikas haben ein tropisch-immerfeuchtes Klima. Er steht durchgehend unter dem Einfluss des Südwest-Monsuns. Mit Niederschlägen muss man daher das gesamte Jahr über rechnen.

Die feuchteren Phasen liegen im Frühjahr und im Herbst, trockener wird es im Sommer und Winter. Die jährliche Regenmenge im tropisch-immerfeuchten Westafrika ist gewaltig. Sie liegt zwischen 1.000 und über 5.000 mm. Die höchsten Werte werden in den Regenwäldern von Liberia und Guinea gemessen werden. Wenn es regnet, dann oft sintflutartig. Die Luftfeuchtigkeit während der Regenzeit ist mit über 80 % extrem hoch.

Die Temperaturschwankungen in dieser Zone sind gering. Die Höchsttemperaturen liegen ganzjährig zwischen 28 und 35 Grad und fallen nachts nie unter 20 Grad.

Beste Reisezeit für Westafrika

Die optimale Zeit für eine Reise nach Westafrika ist zwischen November und Februar während der vergleichsweise kühlen und weniger schwülen Trockenzeit.

Von einer Fahrt in den übrigen Monaten ist abzuraten. Während der Regenzeit herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit und es fallen enorme Niederschlagsmengen. Viele Straßen sind wegen der Regenmengen selbst mit Geländewagen kaum befahrbar. Im Norden und in der Sahelzone herrscht im Frühjahr und Sommer eine unerträgliche Hitze.


Zentralafrika Klima

Von Wüste zu Wüste. So lässt sich das Klima in Zentralafrika charakterisieren. Denn es reicht von der Sahara im Norden bis zu den Ausläufern von Namib und Kalahari im Süden. Dazwischen befinden sich Zonen mit tropisch-wechselfeuchtem Klima und immerfeuchtem Äquatorialklima.

Wüstenklima im Norden

Nördlich des Tschadsees herrscht Wüstenklima. Dazu gehören einerseits extreme Temperaturunterschiede. Das Thermometer kann zwischen Tag und Nacht um etwa 20°C schwanken. Andererseits verfügt die Sahara über eine sehr hohe Durchschnittstemperatur. Selbst im "kältesten" Monat Januar liegt sie bei 32 Grad. Die höchsten Werte werden im Mai mit 45-50°C erreicht.

Niederschläge kommen nur in ganz geringen Mengen vor. Es ist nur mit höchstens 20-50 mm Regen zu rechnen. Eine Ausnahme bilden die Gebirge. Ihre Berge fangen die Wolken ab und sorgen für bis zu 1.000 mm Niederschlag pro Jahr.

Tropisch-wechselfeuchtes Klima nördlich des Äquator

Südlich des Tschadsees beginnt die tropisch-wechselfeuchte Zone. Sie umfasst weite Teile Kameruns, den Süden des Tschad, die Zentralafrikanische Republik und den nördlichen Teil der Demokratischen Republik Kongo.

Die Jahresniederschläge fangen bei einigen Hundert Millimetern im Tschad an und nehmen nach Süden und Westen deutlich zu. An den Hängen des Kamerunberges fallen sogar bis zu 11.000 mm Niederschlag jährlich. Damit handelt es sich um eine der regenreichsten Gegenden der Erde.

Auch die Regenzeit wird nach Süden hin immer länger und dauert im Mittel von April bis Oktober. Es herrschen ganzjährig warme Temperaturen zwischen 22 und 32°C.

Tropisch-immerfeuchtes Klima

Direkt am Äquator ist es immer feucht und schwülwarm. Tages- und jahreszeitliche Temperaturschwankungen sind mit 3-4 Grad gering. Das Thermometer zeigt konstant 24-27°C, in höheren Lagen 17-22 Grad.

Die Luftfeuchtigkeit liegt bei unerträglich hohen 80-98 (!) %.

Die Niederschlagsmenge beläuft sich auf 1.000-4.000 mm jährlich. Die Höchstmengen werden zwischen März und Juni und von September bis Dezember gemessen. Aber auch in den übrigen Zeiten sind Regenfälle etwas völlig Normales.

Tropisch-wechselfeuchtes Klima südlich des Äquator

Es schließt sich im Süden eine weitere tropisch-wechselfeuchte Zone an. Die Regenzeit fällt in die Zeit von November bis April. Während ihr erhält das Land den Großteil der jährlichen Niederschlagsmenge von 600 bis 1.500 mm. Je weiter man sich vom Äquator entfernt, desto kürzer wird sie und desto geringer werden die Regenfälle.

Die mittlere Jahrestemperatur schwankt zwischen 18°C in höheren Lagen und 25°C im Flachland. Der Juli ist der kälteste Monat, der Oktober der heißeste. Jedoch betragen die Unterschiede nur wenige Grad.

Wüstenklima im Süden

Entlang der Küste und im Südosten Angolas wird das Klima wieder zunehmend wüstenhafter. An der Grenze zu Namibia liegt die jährliche Niederschlagsmenge nur noch bei 50 mm. Im Jahresmittel werden zwischen 23 und 26 Grad erreicht.

Beste Reisezeit für Zentralafrika

Die beste Reisezeit für die Wüsten und die wechselfeuchten Tropen nördlich des Äquators liegt zwischen November und März. Dann befinden sich die Temperaturen mit durchschnittlich 25 Grad am niedrigsten und es kommt nur selten zu Niederschlägen.

In den immerfeuchten Tropen sind die trockeneren Monate Januar/Februar sowie Juli/August am besten für einen Aufenthalt geeignet.

Für die wechselfeuchten Tropen und die Wüsten südlich des Äquators ist die kühlere Trockenperiode zwischen Mai und Oktober ist die beste Reisezeit. Dann ist es trocken und die Temperaturen sind mit 25°C relativ erträglich.


Klima im südlichen Afrika

Auch die Staaten im südlichen Afrika haben Anteil an verschiedenen Klimazonen. Es lassen sich sowohl tropische als auch subtropische und wüstenhafte Regionen nachweisen. In den höheren Lagen der Drakensberge finden sich auch kleinere Zonen mit gemäßigtem Klima.

Da das südliche Afrika genau auf der anderen Seite der Erde liegt, werden die höchsten Temperaturen zwischen Dezember und Februar gemessen. Wenn bei uns Sommer herrscht, wird es hingegen am kühlsten.

tropisch-wechselfeuchtes Klima

Zu den wechselfeuchten Tropen gehören Mosambik sowie die tieferen Regionen in Simbabwe. Die Temperaturen in dieser Zone sind das gesamte Jahr über warm mit im Mittel 22-30 Grad. Es existieren zwei Jahreszeiten: Die feuchte, heiße und schwüle Periode dauert von Oktober/November bis März/April. Trocken und etwas kühler sind die übrigen Monate.

Subtropisches Klima

Zu den subtropischen Regionen im südlichen Afrika zählen die höheren Gebiete Simbabwes sowie die Ost- und Südküste Südafrikas.

Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Südwinter bei 15-20°C und im Südsommer bei 26-28°C.

Diese Klimazone erhält jährlich 600-1.400 mm Niederschlag. Von Westen nach Osten hin wird es immer feuchter. Allerdings verteilt sich der Regen im Jahresverlauf recht unterschiedlich.

An der Ostküste herrschen fast ganzjährig feuchte Verhältnisse. Verantwortlich dafür ist der warme Agulhasstrom im Indischen Ozean. Der Südost-Passat nimmt über ihm sehr viel Feuchtigkeit auf und transportiert diese über die Ostküste hinweg.

In den Hochlagen Simbabwes konzentriert sich der Regen auf die Monate Oktober bis März. Um Kapstadt fallen die Niederschläge vorwiegend von Juni bis September.

Gemässigtes Klima

In den Drakensbergen herrscht über 1.300 m gemäßigtes Klima. Im Sommer werden mittlere Werte von 20 Grad erreicht. Auf den Gipfeln fällt im Winter regelmäßig Schnee. Mit 2.000 mm kommen hier die meisten Niederschläge im südlichen Afrika vom Himmel.

Wüsten- und Halbwüstenklima

Westlich der Drakensberge und nördlich von Kapstadt wird das Klima zunehmend trockener und im Durchschnitt auch wärmer.

Im Nordwesten Südafrikas, in Namibia und dem Großteil Botswanas werden nur noch Niederschlagsmengen von 20-250 mm gemessen, die in der heißen Jahreszeit fallen. Wüsten- und Halbwüsten mit heißen Sommern und kühlen Wintern dominieren daher das Landschaftsbild.

Die mittleren Temperaturen erreichen im Sommer in der Namib und der Kalahari oft Werte von mehr als 30 Grad. In kalten Winternächten kann es hingegen Frost geben und Schnee fallen.

Entlang der Westküste führt der kalte Benguelastrom aus der Antarktis zu ausgeglicheneren Temperaturen, aber auch zu häufigem Küstennebel.

Beste Reisezeit für das südliche Afrika

Die angenehmsten Reisemonate sind in vielen Gegenden des südlichen Afrika April/Mai sowie August bis Oktober. Besucher können dann mit milden Temperaturen von tagsüber 25 Grad, kaum Niederschlägen sowie einer geringeren Luftfeuchtigkeit rechnen. Auch scheint fast immer der Sonne.

August bis Oktober ist überall die beste Zeit für Safaris. Die Tiere lassen sich dann am leichtesten beobachten.

Für die Kapregion ist der Südfrühling im Oktober und November optimal, zeigt sich die Natur mit ihren blühenden Blumenfeldern doch dann von ihrer schönsten Seite.

Abweichend von diesen Empfehlungen sind für die subtropische Ostküste die milden und regenarmen Monate von Juni bis August besonders geeignet.

Der Südwinter ist außerhalb der tropisch-wechselfeuchten Regionen und der südafrikanischen Ostküste vor allem nachts zu kalt, der Südsommer überall zu heiß und oft auch ziemlich feucht.


Klima in Ostafrika

Das Klima in Ostafrika wird einerseits von der Nähe zum Äquator beeinflusst. Diese sorgt im Flachland für ganzjährig gleichbleibende Temperaturen, die durchschnittlich zwischen 25 und 30 Grad liegen. Da sich große Teile Ostafrikas über 1.000 m befinden, werden die hohen Temperaturen dort durch die Höhenlage abgemildert.

Andererseits ist es in der Region für die inneren Tropen teilweise sehr trocken.

Wüstenklima

Auf Wüstenklima trifft man im Tiefland von Eritrea, in Dschibuti und Somalia sowie im Norden von Kenia. Mit Durchschnittswerten von 35-36°C im Sommer zählen die Wüsten Ostafrikas zu den heißesten Regionen weltweit. Selbst in der Nacht sinkt das Thermometer dann nur auf 29-30 Grad. Im Winter zeigt die Quecksilbersäule im Mittel immer noch 25-26°C.

In den Wüstenregionen regnet es nur selten. Die jährlichen Niederschläge von lediglich 20-400 mm fallen in Eritrea und Dschibuti in den Wintermonaten, in Somalia von April bis Juni.

tropisch-wechselfeuchtes Klima

In den übrigen Regionen Ostafrikas findet sich tropisch-wechselfeuchtes Klima. Dort sinken die mittleren Jahrestemperaturen von 25-30 Grad am Indischen Ozean und um den Victoria-See schrittweise bis auf acht Grad über 3.000 m Höhe. in den Bergen müssen Besucher immer wieder mit Frost und Schneefällen rechnen.

Im äthiopischen Hochland wird es während des Nord-Sommers am heißesten. Die Gebiete südlich stehen bereits unter dem Einfluss der Jahreszeiten der Südhalbkugel. Daher sind dort Dezember bis Februar am wärmsten.

Die Regenmenge nimmt in der tropisch-wechselfeuchten Zone mit steigender Höhe zu. Werden im Flachland und den Hochebenen 500-1.500 mm Niederschlag gemessen, sind es im Hochgebirge Äthiopiens bis zu 1.800 mm und im Ruwenzori-Gebirge sogar 3.000 mm.

Die Niederschläge fallen während zweier Regenzeiten.

Die Große Regenzeit dauert in Äthiopien von Juni bis September, während die Kleine Regenzeit die Monate Februar und März umfasst.

In den südlicheren Ländern hält die Große Regenzeit von März bis Mai an, während die Kleine Regenzeit im November/Dezember herrscht.

Im Süden und Südwesten Tansanias existiert nur noch eine Regenzeit von November/Dezember bis April. Während der übrigen Monate ist es weitgehend trocken.

Ganzjährige intensive Niederschläge, wie man sie eigentlich direkt am Äquator erwarten könnte, fehlen in Ostafrika. Die Luftfeuchtigkeit bleibt im Hochland meist erträglich, während es an den Küsten des Victoria-Sees und des Indischen Ozeans in den Regenzeiten schwül wird.

Beste Reisezeit für Ostafrika

Für einen Besuch der Wüstengebiete kommen nur die Monate November/Dezember bis März infrage. Dann kühlen die hohen Temperaturen, auch dank der gelegentlichen Regenfälle, etwas ab. Die Sommermonate sind hingegen absolut ungeeignet. Zu dieser Zeit ist es mit Temperaturen von tagsüber mehr als 45 Grad (im Schatten!) unerträglich heiß.

Wegen des trockenen Wetters und der milderen Werte ist auch für die wechselfeuchten Regionen nördlich des Äquators der Winter zu empfehlen.

Südlich des Äquators ist mit den angenehmsten Temperaturen, der meisten Sonne und der geringsten Regenwahrscheinlichkeit von Juni bis September/Oktober zu rechnen. Daher sind dort diese Monate für einen Aufenthalt zu bevorzugen.

Trekking-Touren in den Bergen sollten aber erst am Ende dieser Phase unternommen werden, da es zuvor noch zu kalt ist.

Im Dezember/Januar fällt zwar auch kein Regen, aber es wird erheblich heißer. Dann bietet sich am besten ein Strandurlaub am Indischen Ozean an.


Klima auf den Inseln im Indischen Ozean

Die Inseln im Indischen Ozean besitzen aufgrund ihrer Lage um den Äquator ein feucht-warmes tropisches Klima. Die Tagestemperaturen liegen an den Küsten ganzjährig konstant zwischen 24 und 30°C und schwanken kaum. Auch nachts sinkt das Thermometer nur selten unter die Marke von 20 Grad.

Eine Ausnahme bilden die Hochlagen. Dort wird es im Juni und Juli empfindlich kalt. Auf Madagaskar und Réunion kann das Thermometer über 2.000 m dann nachts sogar bis auf den Gefrierpunkt zurückgehen.

Von diesen niedrigen Werten sind die Wassertemperaturen weit entfernt. Bei ganzjährig 22 bis 29°C ist Badevergnügen garantiert.

Wie es für Inseln in den Tropen zu erwarten ist, fällt dort sehr viel Regen. 1.000-8.000 mm jährlich sind völlig normal. Auf den Inseln, die höhere Berge besitzen, bekommen die Ostseiten gewöhnlich deutlich mehr Niederschlag und Wind ab als die Westseiten. Die feuchten Luftmassen treffen bei ihrem Weg über den Indischen Ozean zuerst auf die östlichen Hänge und regnen sich dort ab. Für die Westseiten bleibt dann nur noch relativ wenig Feuchtigkeit übrig.

Auf Madagaskar geht dies so weit, dass dort im Südwesten sogar nur 350-750 mm jährlich fallen und sich teilweise eine Halbwüste gebildet hat. Wer nicht gerade Surfer ist und den Wind sucht, der sollte daher bevorzugt Hotels auf den trockeneren, sonnigeren und windstilleren Westseiten buchen.

Auf den Inseln im Indischen Ozean existieren zwei Jahreszeiten: die Regen- und die Trockenzeit.

Trockenzeit

Die meisten Inseln vor der Ostküste Afrikas haben zwischen Mai und Oktober eine Trockenzeit. Das bedeutet aber nicht, dass dann gar kein Regen fällt. Es ist vielmehr einfach nur weniger feucht und etwas kühler als während der Regenzeit, wenn der Monsun feuchte Luftmassen heranführt.

Regenzeit

Mit der Regenzeit verbunden sind neben viel Niederschlag auch eine hohe Luftfeuchtigkeit von 75-85 % sowie die Gefahr von tropischen Wirbelstürmen. Ausserdem ist es verhältnismäßig wolkig und in der Regel auch einige Grad wärmer als in den trockenen Monaten. Der Regen kommt gewöhnlich am späten Nachmittag, abends oder nachts in Form kurzer, aber heftiger Schauer und Gewitter vom Himmel.

Beste Reisezeit für die Inseln im Indischen Ozean

Da die Temperaturen auf den Inseln im Indischen Ozean das gesamte Jahr über hochsommerlich warm sind, spielt der Niederschlag die entscheidende Rolle für die Auswahl der besten Reisezeit. Zu empfehlen ist immer ein Aufenthalt in der Trockenzeit. Dann fällt erheblich weniger Niederschlag und die Sonne scheint oft den gesamten Tag von einem strahlend blauen Himmel herab. Auch ist es gewöhnlich einige Grade kühler.

Damit sind für die Inseln vor der Ostküste Afrikas die Monate Mai bis Oktober zu empfehlen.

Da während unserer Sommermonate in diesem Teil der Erde aber auch die touristische Hochsaison liegt, sollte, wer auch ein Auge aufs Geld werfen muss, bevorzugt im Mai/Juni oder September/Oktober fahren.

Von der Regenzeit ist Urlaubern abzuraten. Neben häufigen tropischen Regengüssen sehen Besucher sich dann auch mit einer hohen Luftfeuchtigkeit und der Gefahr von Wirbelstürmen konfrontiert. Hinzu kommen etwas höhere Temperaturen von tagsüber oft über 30 Grad.

Autor: Diplom-Geograph Remo Nemitz